Wie funktioniert das Internet? In 6 Schritten erklärt
Was in Millisekunden geschieht, wenn Sie eine Adresse eingeben: DNS, TCP/IP, Datenpakete und globale Unterseekabel.
Das Internet ist keine magische Wolke in der Luft, sondern ein globales physisches Netz aus über 1,4 Millionen Kilometern Glasfaserkabeln auf dem Meeresgrund, Routern, Serverfarmen und Rechenzentren.
Was passiert beim Aufruf einer Website?
- DNS-Anfrage (Das Telefonbuch): Der Browser wandelt den lesbaren Domainnamen (z. B.
kompassguide.de) über das Domain Name System (DNS) in die numerische IP-Adresse des Servers um. - TCP/IP-Handshake: Über den sogenannten Three-Way-Handshake (SYN, SYN-ACK, ACK) bauen Ihr Rechner und der Zielserver eine stabile und fehlerkorrigierte Verbindung auf.
- Verschlüsselung (HTTPS/TLS): Browser und Server handeln kryptografische Schlüssel aus, damit Passwörter und Daten vor Abhören geschützt sind.
- HTTP-Anfrage: Ihr Browser sendet den Befehl „Sende mir die HTML-Datei dieser Seite“.
- Datenpakete & Router: Die Antwortdaten werden in Tausende kleine Pakete aufgeteilt, die über Router mit Lichtgeschwindigkeit durch Glasfaserkabel wandern und auf Ihrem Rechner wieder zusammengefügt werden.
- Rendering im Browser: Die HTML-, CSS- und JavaScript-Codes werden verarbeitet und als sichtbare Pixel auf Ihrem Bildschirm dargestellt.
Das unsichtbare Rückgrat: Unterseekabel
Über 99 % des weltweiten Datenverkehrs fließen nicht über Satelliten, sondern durch armdicke Glasfaserkabel auf dem Meeresgrund. Im Inneren übertragen haardünne Glasfasern Lichtimpulse mit annähernd Lichtgeschwindigkeit zwischen den Kontinenten.